Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (BStabG) sieht eine geplante pauschale 3%-Kürzung auf alle Versorgungsverträge in der individuellen Hilfsmittelversorgung vor. Dieser Abschlag im Hilfsmittelbereich greift die Versorgungsstrukturen in ihrem Kern an – und trifft ausgerechnet die Schwächsten!
Schon heute ist die Versorgung vieler Patienten angespannt. Der Fachkräftemangel in den orthopädietechnischen Betrieben ist mit 12 Bewerbern auf 100 offene Stellen massiv. Zugleich jonglieren die Betriebe mit bis zu 700 Verträgen mit Krankenkassen, um die Versicherten mit Hilfsmitteln versorgen zu dürfen. Die Folge: lange Wartezeiten, verzögerte Versorgungen und wachsende Lücken im System.
Betroffen von der Kürzung sind genau die Menschen, die auf funktionierende Strukturen angewiesen sind: mehrfachbehinderte Kinder, Menschen mit angeborenen Fehlbildungen, Menschen nach Amputation, Querschnittgelähmte, Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen oder Menschen nach Unfall, Tumor, Verbrennung oder mit Schwerstverletzungen.
Der Hilfsmittelbereich gehört nicht zu den Kostentreibern der gesetzlichen Krankenversicherungen! Die Ausgabenentwicklung liegt seit Jahren unterdurchschnittlich. Hier wird Disziplin bestraft und die orthopädietechnischen Betriebe und Sanitätshäuser zum Prügelknaben gemacht. Außerdem wird die wohnortnahe, individuelle Versorgung sowie die Sicherung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung gefährdet.
Wir fordern:
Die Streichung des pauschalen 3%-Abschlags im Hilfsmittelbereich und die Sicherung der individuellen, handwerksbasierten Hilfsmittelversorgung!
Bitte unterstützen Sie die Petition – jede Unterschrift zählt!
